Die Liebe Gottes ist Mensch geworden. Die Weihnachtsgeschichte.

Die Weihnachtsgeschichte – Lukas 1,26 – Lukas 2,21

Frieden auf Erden – die biblische Weihnachtsgeschichte

Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Familie und der Geschenke. Aber ist Weihnachten nicht in erster Linie der Tag der Geburt Christi? Um das Christfest ranken sich viele Geschichten, die gern unter dem Weihnachtsbaum erzählt oder vorgelesen werden, alte und moderne, anrührende und besinnliche.

Die schönste Weihnachtsgeschichte finden wir in der Bibel. In jedem Jahr hören und lesen wir im Neuen Testament die frohe Botschaft von der Menschwerdung Christi. Ohne die Lesung aus dem Lukasevangelium würde uns bei den Gottesdiensten am Heiligen Abend das Wichtigste fehlen. Ohne das wunderbare Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das die Geburt Jesu Christi zum Inhalt hat, würden viele sich in der Weihnachtszeit nicht so berühren lassen. Und was wäre eine Christvesper ohne Krippenspiel.

Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen – die frohe Botschaft von der Geburt Christi

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.“ Lk 2,1

Gottes Liebe blüht in der Weihnachtsgeschichte auf.

Gottes Liebe blüht in der Weihnachtsgeschichte auf.

So lautet der Anfang der biblischen Weihnachtsgeschichte für die Geburt Jesu. Der Bibelabschnitt, der uns am Heiligen Abend immer wieder verzaubert, ist jedoch nur ein kleiner Teil der Geburtsgeschichte, der Vorgeschichte Jesu.

Hier eine Zusammenfassung der Geschehnisse in Lukas 2, Vers 1 bis 10:

  • Kaiser Augustus ordnete die erste Volkszählung der Geschichte an. Jede Familie war angwiesen, sich jeweils an den Geburtsort des Vaters zu begeben, um sich dort erfassen zu lassen. Josef aus dem Hause David machte sich also mit seiner hochschwangeren Verlobten Maria auf den Weg nach Bethlehem.
  • Dort angekommen, setzten die Wehen ein. Da sie jedoch niemand fanden, der sie aufnehmen wollte, mussten sie notgedrungen mit einem Stall vorlieb nehmen und den kleinen Jesus in eine Krippe legen. Die ersten Zeugen dieses Ereignisses waren Hirten, die auf einem Feld ihre Herde hüteten. Ein Engel verkündete ihnen die frohe Botschaft: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. …“ Lk 2,10 Ein Chor der Engel gesellte sich hinzu, der Gott mit den uns sehr vertrauten Worten pries: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“
  • Die Hirten machten sich daraufhin auf den Weg nach Bethlehem, fanden das Kind und verbreiteten die frohe Nachricht an alle, die sie trafen. Die überwältigten Hirten lobten Gott für all das, was sie gesehen und gehört hatten.

Diese Weihnachtsgeschichte, die wir im Lukasevangelium finden, ist selbst denjenigen vertraut, die nur einmal im Jahr – am Heiligen Abend – die Kirche besuchen. Der Weihnachtsgottesdienst gehört dazu, er trägt zur besinnlichen Stimmung bei. In einigen Familien gibt es die Sitte, statt sich gleich auf die Geschenke zu stürzen, unter dem erleuchteten Weihnachtsbaum zu singen und zu beten, sich Geschichten vorzulesen. Und hierzu gehört natürlich auch die biblische Weihnachtsgeschichte.
Wenige wissen jedoch, dass die Erzählung von der Geburt Jesu nicht nur im Lukasevangelium zu finden ist. Auch der Evangelist Matthäus berichtet in den Kapiteln 1, Vers 18 bis 25 und Kapitel 2, Vers 2 bis 23 von der Menschwerdung Christi. Hier erfahren jedoch nicht die Hirten von der frohen Kunde; bei Matthäus sind es Sterndeuter, die Weisen aus dem Morgenlande, denen ein besonders heller Stern den Weg zur Geburtsstätte Jesu weist. Sie beschenken den Neugeborenen mit Weihrauch, Myrrhe und Gold.

Das Wunder der Weihnacht – Gedanken zur Weihnachtsgeschichte

Warum nur ist die Geburt eines Kindes vor mehr als 2.000 Jahren, das unter armseligen Verhältnissen geboren wurde, so bedeutend für die Menschheitsgeschichte? Gott wird Mensch. Ein Herrscher, der dazu ausersehen ist, die Welt zu retten, hätte doch eigentlich etwas Besseres verdient. Aber die Rede ist nicht von einem Palast, in dem der Kleine, umringt von teuren Geschenken, das Licht der Welt erblickt.

Nein, die Geburtsstätte ist ein Ort irgendwo in einer Felsgrotte oder in einem Stall bei Ochsen und Eseln, unbemerkt von allen sogenannten wichtigen Menschen. Bei Lukas sind es zunächst einfache Hirten, die das Christuskind anbeten und keine Minister und hohe Beamte oder reiche Staatsbürger, die von der Geburt erfahren.

Die Weihnachtsgeschichte macht uns deutlich, dass es nicht auf Macht, Geld und körperliche Stärke ankommt. Wir werden auf ein kleines, schwaches Kind verwiesen. Der Retter der Menschheit ist auch kein mächtiger Krieger, der die Feinde mit schlagkräftigen Waffen besiegen kann. Unser Erlöser hat andere Mittel:

  • Die Liebe
  • Die Gnade
  • Die Hoffnung

„Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ Lk 2,14

Was hält uns ab die wirkliche Bedeutung der Menschwerdung Christi zu begreifen?

Gerade für die Tage vor Weihnachten wünschen wir unseren Lesern von Herzen die Güte und den Frieden Gottes zu erfahren.

 

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