Angst und Furcht überwinden

Der aaronitische Segen – Zuspruch und Verheißung

Dieser Segensspruch stammt aus dem Alten Testament, dem 4. Buch Mose. Mit dem aaronitischen Segen wird Ihnen Zuspruch und Verheißung gegeben.

„Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ Aaronitischen Segen (4. Mos 6, 24-26)

Der liebende Gott lässt Sie nicht im Stich. Er begleitet Sie durch die Woche, gibt Ihnen Kraft bei allem, was Sie vorhaben. Unter seinem Segen dürfen Sie sich geborgen fühlen.

 

Der aaronitische Segen bietet Zuspruch und Verheißung

 

Zur Geschichte des aaronitischen Segens

Den priesterlichen Segen empfing Moses von Gott mit dem Auftrag, diesen an seinen ältesten Bruder Aaron weiterzugeben. Fortan sollten alle Priester das Volk mit folgenden Worten segnen: „Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“

Diese Verse aus dem 4. Buch Mose, Kapitel 6, Vers 22 bis 24 gehören auch heute noch zum Abschlusssegen in den Synagogen. Sie werden vom Gebetsleitenden zur jüdischen Gemeinde gesprochen. Der aaronitische Segen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil bei der wöchentlichen Sabbatfeier im Kreise der Familie. Hier sind es die Eltern, die die Kinder segnen.
Durch Martin Luther gelangte 1525 der priesterliche Segen als fester Bestandteil in den evangelisch-lutherischen Gottesdienst. Auch die reformierten Kirchen nach Zwingli und Calvin und die apostolische Gemeinde übernahmen den aaronitischen Segen. Die katholische Kirche hingegen verwendet den trinitarischen Segen. Er lautet: „Es segne und behüte euch der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“

Der aaronitische Segen im Gottesdienst

Die evangelischen Kirchen haben ein festes Gerüst, die Liturgie, die Orientierung gibt. Sie begleitet die Gemeindeglieder von Anfang bis zum Schluss des Gottesdienstes. Der aaronitische Segen gehört ganz an das Ende der Gottesdienstordnung. Er wird vom Geistlichen nach dem Fürbittengebet, dem Vater Unser und dem Ausgangslied gesprochen. Der priesterliche Segen kann in der Regel nur von einer ordinierten Person, beispielsweise dem Pastor oder dem Pfarrer gespendet werden. Der Segen richtet sich an die ganze Gemeinde, nicht an die einzelne Person. Somit wird die Gemeinschaft der Gläubigen angesprochen. Der Geistliche erhebt seine Hände während des Segensspruchs und schlägt beim Wort „Frieden“ das Kreuzeszeichen. Die Gemeinde bekräftigt den empfangenen Segen mit einem „Amen“. Gestärkt durch den Zuspruch Gottes verlassen die Gottesdienstbesucher die Kirche nach einem abschließenden Orgelspiel oder einer anderen musikalischen Darbietung.

Der aaronitische Segen – Zuspruch und Verheißung

Der priesterliche Segen am Schluss eines Gottesdienstes oder eines Hauskreises ist keineswegs eine festgelegte Floskel, die wir über uns ergehen lassen. Gottes Segen begleitet uns auf unserem Weg in den Alltag. Er gibt uns Kraft für unsere Aufgaben, schenkt uns Frieden in dieser friedlosen Welt. Gott verheißt, immer bei uns zu sein, auch wenn wir uns verlassen fühlen. Er liebt uns, er ist für uns da.

 

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